Helmut Walser Smith: Fluchtpunkt 1941.

Helmut Walser Smith: Fluchtpunkt 1941. Inhalt:

1941: Das meint den Beginn der Shoah mit der Inbetriebnahme der ersten Vernichtungslager und mit Pogromen, Massenerschießungen und Massenmorden.
Wenn man die deutsche Geschichte mit diesem einen statt anderer möglicher Fluchtpunkte betrachtet, dann stellt sich die Kernfrage wieder und neu: Welche Kontinuitäten der deutschen Geschichte führten zum Holocaust, welche Gründe und Vorgeschichten hat der Sturz in die Barbarei, wie konnte es geschehen, dass Deutsche zu Massenmördern wurden und eine Mehrheit von Deutschen zum Teil wissentlich, zum Teil halbbewusst duldend Komplizen dieses Völkermords waren?
Vor über zehn Jahren hat Daniel J. Goldhagen diese Hauptfrage der Zeitgeschichte mit seiner These vom spezifisch deutschen eliminatorischen Antisemitismus beantwortet, und er stieß damit sowohl eine heftige öffentliche Diskussion an als auch auf fachliche Kritik.
Nun versucht Helmut Walser Smith aus fundiert historischer Perspektive zu erklären, wie es in Deutschland zum Verlust der Menschlichkeit kommen konnte und welche Ideologien mit langen Traditionen – Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus – diesen „Zusammenbruch“, der 1941 geschehen war, ermöglichten.

Helmut Walser Smith, geboren 1962, lehrt Neuere deutsche Geschichte und ist Leiter des Max Kade Centers für Europa- und Deutschlandstudien an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee.

Helmut Walser Smith: Fluchtpunkt 1941. Kontinuitäten der deutschen Geschichte
Reclam 2010, HC, 326 Seiten
€ 24,95

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