Michel Bergmann: Die Teilacher

Michel Bergmann: Die Teilacher Inhalt:

Teilacher, das ist Jiddisch. Freundlich übersetzt heißt es so viel wie Einzelhandelsvertreter, Hausierer käme der Sache wohl näher. Leute, vor denen einen in den 50er-Jahren Schilder im Hausflur warnten: „Betteln und Hausieren verboten!“

„Die Teilacher“, das sind Emil Verständig, Moische Krautberg, Robert Fränkel, Jossel Fajinbrot, Max Holzmann und David Bermann. Der Eine kommt aus dem chinesischen Exil zurück, die anderen haben Sachsenhausen überlebt, Auschwitz und Dora-Mittelbau oder standen auf einer der Schindler-Listen.

Sie treffen sich (wieder), 1946 in Frankfurt, im „Land der Mörder – um sicher zu sein“, im Chaos aus DP-Lagern, Schwarzmärkten und Trümmern. Sie leben zwischen Deutschen, deren Kinder Adolf und Eva heißen und Juden gegenüber bestenfalls ein verdruckst-schlechtes Gewissen haben.
Und sie versuchen, Weißwäsche zu verkaufen:
„Jedes Aussteuerpaket, das zwischen Winter 1945 und Winter 1965 in einem deutschen Kleiderschrank mottensicher verstaut wurde, war durch die Hände eines fleißigen Teilachers gegangen, schwer verkauft mit Lachen, Lügen und Weinen.“

„Eine Geschichte, so haarsträubend absurd und gleichzeitig fest verankert im wirklichen Leben, wie es sich für einen anständigen Schelmenroman gehört. Man liest es zwischen Lachen und Melancholie…“ (Pieke Biermann, dradio)

Michel Bergmann: Die Teilacher
DTV 2011, Tb, 285 Seiten
€ 9,90

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