Chwala, Deppe, Rilling, Schalauske: Die gekaufte Stadt

Chwala, Deppe, Rilling, Schalauske: Die gekaufte Stadt Inhalt:

Welchen Einfluss nehmen Wirtschaftsunternehmen und milliardenschwere Spender auf die räumliche, finanzielle und letztendlich politische Entwicklung einer Stadt?

Die taz brachte es auf den Punkt: »Ein Mann kauft eine Stadt«. Der 2014 verstorbene ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Vermögensberatung (DVAG), Reinfried Pohl, der laut manager magazin 2013 über ein Vermögen von 3,1 Mrd. Euro verfügte, hat nach und nach ein ganzes Stadtviertel der Universitätsstadt Marburg gekauft, ein Kongresszentrum und ein Museum errichten lassen sowie vier Millionen Euro für einen Aufzug von der historischen Altstadt zum Schloss »spendiert«.

Er agierte mit »Steuerkraft« und Spenden an zahlreiche  Akteure und Organisationen. Sein »Engagement« veränderte nicht nur die Stadtgeografie, sondern auch die Politik in Marburg.

Aber Marburg ist kein Einzelfall. Und so steht dieses Buch exemplarisch für viele Gemeinden in Deutschland, in denen Reiche als „Wohltäter“ wirken, und damit immer auch direkt oder indirekt Einfluss nehmen auf deren weitere Entwicklung.

Die Herausgeber_innen:
Sebastian Chwala ist Politikwissenschaftler in Marburg, Frank Deppe ist em. Professor für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, Rainer Rilling ist Soziologe und Senior Fellow der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Jan Schalauske ist Stadtverordneter in Marburg und Vorsitzender der Partei DIE LINKE in Hessen.

S. Chwala, F. Deppe, R. Rilling, J. Schalauske: Die gekaufte Stadt. Der Fall Marburg: Auf dem Weg zur »Pohl-City«?
VSA 2016, Kt., 272 Seiten
€ 16,80

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