Büchergilde
Willkommen bei der Büchergilde Gutenberg
Im Raum Marburg sind wir von der Buchhandlung Roter Stern die Büchergilde-Partnerbuchhandlung. Buchkäufe, Bestellungen u.ä. können Sie über uns abwickeln, ebenso Mitgliedschaften. In unseren Räumen halten wir stets einen Teil des Büchergilde-Programms präsent. Am Ende dieser Seite finden Sie auch ein Bestellformular.
Die Büchergilde Gutenberg ist eine 1924 gewerkschaftlich gegründete Buchgemeinschaft, damals im Geist der Arbeiterbildung entstanden mit dem Ziel, Arbeiter mit schönen und erschwinglichen Bücher zum regelmäßigen Lesen zu ermuntern. 1998 trennte sich die Gewerkschaft von der Büchergilde und die Mitarbeiter übernahmen den Betrieb als jetzt unabhängige Buchgemeinschaft.
Das Angebot umfasst eine Auswahl an Lizenzveröffentlichungen aus den Programmen von interessanten deutschen Verlage sowie zahlreiche Eigenproduktionen, dazu Hörbücher und Musik-CDs. Alle Buchveröffentlichen zeichnen sich durch eine schöne und handwerklich gute Herstellung aus.
Um bei der Büchergilde einkaufen zu können, muss man Mitglied sein, was i.d.R. wie bei allen Buchgemeinschaften einen Pflichtkauf von mindestens vier Artikeln jährlich bedeutet. Zur Zeit hat die Büchergilde ca. 130.000 Mitglieder. Einen vollständigen Katalog und andere Informationen zur Büchergilde finden Sie unter folgendem Link: Büchergilde-Gutenberg
Buch des Monats
Claus Leggewie & Harald Welzer: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten
II/2010. HC, 278 Seiten., € 15,90 (Nur Mitglieder),Bestellnummer: 162792
Klimawandel bedeutet Kulturwandel. Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Erneuerung der Demokratie von unten und eine Ermunterung für alle Initiativen, die andere Formen des Wirtschaftens und Lebens einüben und dabei nicht auf den Fetisch Wachstum, sondern auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit setzen.
Im Hintergrund der Welt, wie wir sie kannten, türmen sich seit Jahrzehnten Megakrisen auf, die wir nur deshalb ignorieren können, weil unsere komfortablen Lebensumstände die Illusion befördern, alles werde schon irgendwie gut ausgehen. Tatsächlich signalisieren Klimawandel, schwindende Energieressourcen, Umweltverschmutzung, Ernährungskrisen und das Wachstum der Bevölkerung die Endlichkeit unseres Lebensstils.
Wir erleben, wie unsere Lebensgewohnheiten die Funktionsgrenzen der kapitalistischen Wirtschaftsform überschreiten, und die Finanzkrise zeigt, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und wird.
Sind die Demokratien des Westens fähig, sich so zu modernisieren, dass sie zukunftsfähig werden? Ist es möglich, das erreichte Niveau dafür zu nutzen, eine Form des Wirtschaftens und Lebens zu entwickeln, die nicht auf Wachstum, sondern auf Gerechtigkeit und Lebensqualität setzt?
Erst das Ende der Illusion, dass unser Erfolgsmodell auch unter den Bedingungen einer globalisierten Welt funktioniert, bietet Chancen auf eine Zukunft der Demokratie.
Claus Leggewie, geboren 1950, Professor für Politikwissenschaft und Publizist, ist Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, wo er den Forschungsschwerpunkt KlimaKultur ins Leben rief. Von 1995 bis 1997 war er erster Inhaber des Max Weber-Chair an der New York University. Er bekleidete Gastprofessuren an der Université Paris-Nanterre und am Institut für die Wissenschaften vom Menschen Wien und war 1999/2000 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin.
